75-Jahre Nylons


Am 15. Mai 1940 war ein Artikel binnen weniger Stunden ausverkauft: Nylons.

Erfunden vom Chemiker Wallace Carother, hergestellt von der Firma DuPont de Nemours als erste Kunstfaser der Welt. (Sie besteht aus Kohlenstoff, Wasser und Luft)

Die Maßeinheit Denier gibt die Dichte der Maschen an. Die den-Zahl zeigt an, wie schwer ein Faden von 9000 m Länge ist. So wird ein 10-den-Strumpf aus einem Garn produziert, dessen Gewicht bei einer Länge von 9000 Meter 10 Gramm beträgt.

Über die Entstehung des Namens „Nylons“ gibt es mehrere Geschichten. Eigentlich sollten sie ja „norun“ (keine Laufmaschen) heißen, was aber  – leider , leider – nicht stimmt.

Fast zur selben Zeit wurde vom Chemiker Paul Schlack für die IG Farben eine ähnliche Faser entwickelt: Perlon. Statt zu konkurrieren, teilten sich die Unternehmen den Markt.

Doch bald musste die Damenwelt  auf die geliebten Strümpfe verzichten, da die synthetischen Fasern für „kriegswichtiges Material“ verwendet wurden.

Den Frauen blieb nichts anderes übrig, als mittels Make-up und mit Augenbrauenstift gezeichneten „Strumpfnähten“ die kostbare Ware vorzutäuschen. Nylons zählten neben Zigaretten zu den begehrtesten Produkten des Schwarzmarktes.

(vgl. Kurier, 15.Mai 2015, S.22)

Ende der 60-er Jahre wurde vor allem wegen der „Mini-Röcke“  mit der Produktion  der Nylonstrumpfhose begonnen, die noch heute den Markt bestimmt.

 

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Nylons – entweder man liebt sie, oder man hasst sie.

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